Natürlich können nicht alle interessanten Artikel über Hoppegarten und/oder meine Tätigkeit als Bürgermeister seit 2012 eingestellt werden. Ich musste daher eine Auswahl treffen. Rot gekennzeichnet finden Sie einige interessante Videos über Hoppegarten.

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Gleich zu Beginn meiner Amtszeit stellte ich als zentrale Aufgabe die Errichtung einer neuen, gemeindeeigenen Kita, um das drängende Problem der Versorgung mit Kita-Plätzen zu lösen. Kurze Zeit später initiierte ich die Wiederbelebung zweier lange Zeit leer stehender ehemaliger Gemeinde-Kitas durch einen freien Träger. 2018 errichtete dieser sogar eine neue Kita im Ortsteil Dahlwitz-Hoppegarten.

Unsere neue Kita entstand in Rekordzeit von wenigen Monaten.

Die Fragestunden mit Schulkindern unserer beiden Grundschulen, dem Hort und aus den Kitas brachten nicht nur den Kindern, sondern auch mir viele Erkenntnisse.

KITA Schlosskrümel

Mit der Übernahme der Kredite der Gesellschaft, die die Siedlungserweiterung im Ortsteil Hönow gestaltete, war die Gemeinde ab 2012 mit über 13 Millionen € verschuldet. Mein Ziel war daher: Abbau des Kredites, was wir auch geschafft haben.

Um etwas für Umwelt und Gesundheit der Mitarbeiter zu tun wurden Dienst-E-Bikes angeschafft. Die Gesundheit in der Gemeinde wird dann nicht nur durch die weithin bekannte Median-Klinik gefördert.

Nach der ersten Ausstellung im Dezember 2012 im Foyer des Rathauses entstand die von mir sofort unterstützte Idee, eine Rathaus-Galerie einzurichten. Heute sind es jährlich vier Ausstellungen mit Künstlerinnen und Künstlern, deren Bedeutung oft weit über die Region hinausgeht. Karikaturen-Ausstellungen gehören dazu.

Karikaturen-Ausstellung
Helena Goldt mit Akkordeon-Ensemble

Es gelang mir zwar, dass Klassik-Open-Air für den Sommer 2013 mit Hilfe des in Hoppegarten ansässigen Unternehmens “Clinton” (Camp David, Soccx) “zu retten”, aber leider fand sich kein Betreiber für die Folgejahre. Die Konzerte des Kaliningrader Symphonieorchesters wie auch von anderen Musikensembles waren aber eine wunderbare Alternative.

Hoppegarten ist trotz des starken Autoverkehrs auch eine Fahrradgemeinde. Die Sicherheit der Kinder beim Fahrradfahren zu gewährleisten erforderte (und erfordert) umfangreiche Maßnahmen, manchmal auch als “Streckenposten“.

Die Tradition meines Amtsvorgängers, am 3. Oktober eine Festveranstaltung im Gemeindesaal durchzuführen, setzte ich fort. 2012, 2013 und 2015 hielt ich selbst bzw. mit anderen die Festrede.

Seit 2013 veranstalte ich im Frühsommer den Neubürgerempfang, um allen, die innerhalb der letzten 12 Monate in unsere Gemeinde gezogen sind, diese vorzustellen. Da gibt es immer staunende Gesichter, was alles so bei uns organisiert wird. Der nächste Empfang wird am 23. Mai 2019 im Gemeindesaal stattfinden. Dort werden auch die jeweils neuesten Jahresrückblicke vorgestellt. Natürlich setzte ich trotzdem die Tradition der Neujahrsempfänge fort.

Die Gestaltung der anonymen Urnen-Grabstätten mit Hilfe von Künstlern trug dazu bei, dass diese Bestattungsform auch in Hoppegarten immer beliebter wurde.

Oft muss man lange vorher beginnen, bestimmte Ideen anzuschieben. Für die Teilnahme Hoppegartens an der Internationalen Gartenausstellung IGA 2017 in Marzahn-Hellersdorf musste ich bereits 2014 beginnen. 2015 wurde dann der Kooperationsvertrag unterzeichnet.

IGA 2017

Ende 2014/Anfang 2015 setzte ich meine Idee aus der Bewerbungsphase für das Landesfest 2016 in Hoppegarten um: Zur Musik von Pharrell Williams “Happy” wurde ein Video über Hoppegarten gedreht, dass die Vielfältigkeit unserer Kommune zeigt und an Aktualität nichts verloren hat.

Die Einrichtung einer Gemeinschaftsunterkunft für Flüchtlinge stellte die Gemeinde, stellte uns alle vor große Herausforderungen, die wir ohne besondere Vorkommnisse bis heute meisterten. Kulturabende tragen zum gegenseitigen Verständnis bei.

Natürlich werden viele Dinge, die ein Bürgermeister macht (oder nicht macht), gerne kontrovers diskutiert. Dies ist ok und auch ich war und bin ein Lernender, wie jeder andere. Die für eine sachliche Diskussion notwendige Gesprächskultur drohte jedoch leider durch Aktionen Dritter manchmal “zu entgleisen“.

Das neue Vereinsgebäude des einzigen Hoppegartener Fußballvereins FSV Blau Weiß Mahlsdorf/Waldesruh e.V. wurde mit 200.000 € durch die Gemeinde bezuschusst, wofür ich mich von Anfang an stark machte. Auch wenn die Fertigstellung später als ursprünglich geplant erfolgte: Es war notwendig und dringend, dem Verein damit neue Perspektiven zu eröffnen.

Die über 150 Jahre alte Rennbahn Hoppegarten ist für unsere Gemeinde identitätsstiftend. Sie bei der Sicherung des Pferdesports zu unterstützen – auch mit Veranstaltungen wie den seit 2016 stattfindenden Schlagerhammer (der die Einrichtung für schwerstbehinderte Kinder in Hoppegarten aktiv unterstützte) – war und ist mir ein wichtiges Anliegen.

Das 15. Landesfest, der BRANDENBURGTAG in Hoppegarten war ein Erfolg für unsere Kommune, in der Außendarstellung wie auch in der Festigung der Zusammengehörigkeit der Region. Es regte viele Besucher an, wiederzukommen. Dies alles war nur möglich mit dem engagierten Einsatz meiner Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, denen ich dafür dankbar bin.

Staatskanzlei Brandenburg
Dorfteich Münchehofe

Die Sanierung des Teiches im Ortsteil Münchehofe kostete viel Geld, war aber wegen des Munitionsverdachts notwendig geworden – so nicht nur meine Auffassung. Dass sich die Sanierung über mehr als zwei Jahre hinziehen würde hätte ich zu Beginn aber auch nicht gedacht.

In den vergangenen fast 8 Jahren meiner Amtszeit habe ich das Projekt der Interessengemeinschaft Vogelfreunde Märkisch-Oderland unterstützt, zur “hautnahen” Veranschaulichung der Zuchttiere eine professionell gestaltete Ausstellung jährlich im Gemeindesaal gemeinsam mit der Gemeinde zu gestalten. Besonders die Papageien “zum Anfassen” erfreuten die Kinder.

Vogelausstellung
Münchehofe Reitanlage

Es ist toll, dass bei uns Reitsport auf hohem Niveau nicht nur auf der Galopprennbahn organisiert wird, sondern auch im Ortsteil Münchehofe beim jährlichen Reit- und Springturnier. Für mich immer ein besonderes Erlebnis.

Für die denkmalgerechte Sanierung des Kaiserbahnhofs beim S-Bahnhof Hoppegarten habe ich mich ab Amtsübernahme eingesetzt und noch im Dezember 2012 einen positiven Grundsatzbeschluss der Gemeindevertretung erwirkt. Trotzdem dauerte mein Kampf um Fördermittel vier Jahre – aber letztendlich lohnte sich der Einsatz. Sommer 2019 ist das Denkmal fast vollständig wieder hergestellt.

Kaiserbahnhof

Die bisher stiefmütterliche Behandlung Hoppegartens durch das Land bei der Gemeinsamen Landesplanung war ebenfalls von Anbeginn meiner Amtszeit ein Kritikpunkt, den ich häufig – auch fraktions- und parteiübergreifend – aufgriff. Ab Sommer 2019 ist dies nicht mehr notwendig, denn dann sind wir Mittelzentrum in Funktionsteilung mit Neuenhagen und verfügen über erheblich mehr Planungsrechte (aber auch Pflichten!).

Drei Ortswehren hat die Freiwillige Feuerwehr Hoppegarten und für jede Wehr waren und sind Investitionen notwendig, um deren ständige Einsatzbereitschaft abzusichern. Dafür habe ich mich eingesetzt und werde dies auch weiter tun.

Nach der äußerst knappen Abstimmung im Dezember 2014 bei der Frage, ob der bereits vorliegende Auftrag zur Errichtung eines Erweiterungsbaus mit 22 Klassenräumen erteilt oder alles gestoppt und an einem neuen Standort in der Siedlungserweiterung alles neu gebaut werden soll – letzteres wurde mit einer Stimme Mehrheit so entschieden (ich stimmte dagegen) – war mir klar, dass wir den Weg zu einem neuen Schulkomplex mit großer Mehrheit der Gemeindevertreter gehen müssen und setzte mich vehement für die Zustimmung des Landkreises zur notwendigen Finanzierung ein. Derzeit liegt alles im Plan und wird Ende 2019 fertig sein.

Die bereits seit 1991 bestehende Partnerschaft mit der baden-württembergischen Gemeinde Iffezheim lag und liegt mir am Herzen, auch und weil gerade viele Bürgerinnen und Bürger einbezogen sind. 2018 konnte ich nach einstimmigen Beschluss der Gemeindevertretung meinem Kollegen, Bürgermeister Peter Werler, die Ehrennadel unserer Gemeinde überreichen.

Rathaus Iffezheim

Bei aller vereinzelter (auch berechtigter) Kritik an der seit Dezember 2018 bestehenden Veränderung der Buslinienführung und Taktverdichtung auf 20 Minuten in den Hauptverkehrszeiten: Dies ist ein wichtiges Ergebnis konkreter interkommunaler Zusammenarbeit (wenn auch keine Sternstunde für den Landkreis, der der eigentliche Aufgabenträger ist).

Vergeblich war mein Einsetzen – gemeinsam mit meinem Neuenhagener Kollegen – für den Bau des benötigten weiteren staatlichen Gymnasiums durch den Landkreis bei uns in Hoppegarten am S-Bahnhof Hoppegarten. Mit der Entscheidung des Kreistages vom 3. April 2019 ist dies nicht mehr möglich.

Damit werde ich das seit 2014 verfolgte Ziel umsetzen: Die Errichtung einer weiterführenden Schule (Sek I und II) auf dem sog. KWO-Gelände am S-Bahnhof Hoppegarten durch den freien Träger, die Anerkannte Schulgesellschaft mbH. Im Schuljahr 2020/2021 soll bereits übergangsweise eine erste 7. Klasse am bisherigen (und dann freien) Standort der Gebrüder-Grimm-Grundschule im Ortsteil Hönow beschult werden.

Mit der am 12. April 2019 in Hoppegarten erfolgten Gründung der “Arbeitsgemeinschaft der Städte und Gemeinden des Berliner Umlandes” im Städte- und Gemeindebund Brandenburg bestehen bessere Chancen, von der eigenen Landesregierung ge- (und hoffentlich auch er)hört zu werden. Darauf habe ich seit 2015 im Präsidium des StGB, dessen stellvertretendes Mitglied ich bin, hingewirkt.

Im Dezember 2016 schrieb ich einen Brief an meinen Kollegen Bürgermeister in der Nachbarkommune (Neuenhagen bei Berlin) und schlug ihm vor, den 2006 unterzeichneten und leider 2009 gekündigten Kooperationsvertrag zwischen beiden Gemeinden wieder zu beleben. Erste Gespräche folgten. Damals konnte ich noch nicht wissen, dass wenige Monate später mit dem zweiten Entwurf des neuen Landesentwicklungsplanes Hauptstadtregion unsere Gemeinde als Mittelzentrum in Funktionsteilung ausgewiesen werden wird. Die Grundlage für Gespräche und Verhandlungen war aber gelegt, die glücklicherweise am 20. Mai 2019 in die feierliche Unterzeichnung des Kooperationsvertrages zwischen beiden Gemeinden mündeten.